Wir geben Verschleiss keine Chance.

Von der Idee bis zur internationalen Markterschließung

Die Idee

Als Theodor Scholten und sein Schwager Heinrich Kann vor über 70 Jahren den Grundstein für die Th. Scholten GmbH & Co. KG legen, haben sie vor allem eins im Sinn: im Nachkriegsdeutschland eine solide Existenz aufzubauen. Heute gehört das Unternehmen zu den führenden und innovativsten Anbietern im Bereich des industriellen Verschleißschutzes. Davon zeugen viele Jahrzehnte maßgeschneiderter Verschleißschutzlösungen für Kunden in der ganzen Welt.

Grundsteinlegung

1947 – 1949: Am 24.05.1947 erfolgt in Düsseldorf die Anmeldung als Gewerbebetrieb unter dem Namen „Theo Scholten und Heinrich Kann“. Zweck des Unternehmens ist die „Herstellung von hochverschleißfesten Auskleidungen aus Hartsteinzeug“. Der Betrieb etabliert sich schnell auf dem Markt, die Produktpalette wird stetig erweitert, und am 18.06.1949 erfolgt die Anmeldung des Gewerbetriebes „Großhandel in Fußboden-, Wand- und sonstigen Steinzeugplatten aller Art“ unter dem Namen „Theodor Scholten“.

Firmensitz Mettmann

1952 – 1954: Im November 1952 wird der Firmensitz nach Mettmann verlegt. Am 15.1.1953 erfolgt die Eintragung in das Handelsregister unter HRA 352 beim Amtsgericht Mettmann als Kommanditgesellschaft „Th. Scholten & Co.“ mit Herrn Theodor Scholten als Geschäftsführer und Herrn Heinrich Kann als Kommanditist. Eingetragener Zweck des Unternehmens: die Herstellung von hochverschleißfesten Hartsteinzeug-Auskleidungen für Apparate, Rinnen, Rutschen, Rohrleitungen usw. des Bergbaus und der übrigen Großindustrie und der Handel mit Fußboden-, Wand- und Steinzeugplatten jeglicher Art“.

Das Unternehmen wächst. 1954 wird der Bau der ersten Betriebshalle in Mettmann auf der Teichstraße 20 aufgenommen.

Geschäftsbeziehungen mit Tschechien

Wenige Jahre später, im November 1957, folgt einer der entscheidenden Schritte der Firmengeschichte: die Aufnahme von Geschäftskontakten in der Tschechoslowakei durch Theodor Scholten, verbunden mit der Erweiterung der Werkstoffpalette um Produkte aus Schmelzbasalt. Hieraus entwickelt sich eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung mit EUTIT Stara Voda, die das Unternehmen formt und heute noch andauert.

Generationenwechsel

Der Unternehmergeist des Vaters prägt die Söhne nachhaltig.

1965 tritt mit Detlef Scholten die nächste Generation in das Unternehmen ein. Der älteste Sohn des Firmengründers setzt den Geschäftserfolg kontinuierlich fort und baut die ausländischen Geschäftskontakte aus. Das Produktangebot ist einerseits auf die Kernkompetenzen des Unternehmens ausgerichtet, andererseits auf ein erfolgversprechendes Wachstum durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Märkte.

1975 tritt mit Dr. rer. pol. Theo Scholten ein weiterer Sohn des Firmengründers in das Unternehmen ein. Er übernimmt insbesondere die kaufmännische Leitung und das Controlling, treibt jedoch gleichzeitig die Internationalisierung des Unternehmens weiter voran.

1985 tritt Dr.-Ing. Jürgen Scholten als technischer Leiter in das Unternehmen ein. Seine Sachkenntnis trägt maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Th. Scholten GmbH & Co. KG angesichts eines kontinuierlichen technischen Wandels bei. Sein technisches Know-how ist auch heute noch wertvoll.

Verlegung des Firmensitzes von Mettmann nach Wülfrath

1984 markiert einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte: Dank der wachsenden Anzahl an Großaufträgen wird eine Expansion dringend notwendig und der Firmensitz von Mettmann auf die Robert-Bosch-Straße in Wülfrath verlegt. Das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude, das im Februar 1984 bezogen wird, bietet die 3-fache Fläche für den Verwaltungstrakt und damit Raum für die notwendige Personalaufstockung sowie die 4-fache Fläche für Betrieb und Produktion. Ein erster Großauftrag wird sogar in den noch nicht gänzlich fertiggestellten Hallen realisiert.
Das neue Werk ermöglicht eine effiziente Fertigung: Dank des Gleisanschlusses können die Lieferungen von Schmelzbasaltprodukten aus der Tschechischen Republik direkt und einfach per Stapler vom Waggon entladen und zum Lagerplatz verbracht werden, ohne ein vorheriges, zeitraubendes Umladen. Die Kranbahnen in den Hallen und bis über die Gleise sorgen für ein einfaches Entladen von angelieferten Stahlrohren ebenso wie Beladen von fertig ausgekleideten Rohren in Exportcontainer. Insgesamt resultiert aus dem Umzug eine erhebliche Verbesserung des gesamten Materialflusses in der Fertigung.

Produkterweiterung

Im Laufe der Jahre kann die Palette der Verschleißschutzprodukte um keramische Materialien wie Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Siliciumcarbid und innovative, zementbasierte Werkstoffe wie SC-WearStop erweitert werden. Mit diesem breitgefächerten Angebot ist die Th. Scholten GmbH & Co. KG in der Lage, für jeden Kunden die optimale Verschleißschutzlösung – je nach individuell gefordertem Schwerpunkt wie Flexibilität, Wirtschaftlichkeit oder extreme Beanspruchung –  zu realisieren. Insbesondere Aluminiumoxid und die SC-WearStop Palette erweisen sich im Laufe der Jahrzehnte als Wachstumsmotor.

Internationalisierung

Die internationale Erfolgsgeschichte der Th. Scholten & Co. KG beginnt Ende der 1960er-Jahre mit ersten Kontakten zum englischen Markt. Die Zusammenarbeit mit der Firma Peter Johnston schafft einen neuen Hauptabsatzmarkt: die Lieferung von mit Basalt ausgekleideten Kohlestaubleitungen – pneumatische Fördersysteme – für britische Kohlekraftwerke und Kohleaufbereitungsanlagen. Anfang der 1970er-Jahre folgen erste Kontakte nach Südafrika, wo während der kommenden Jahrzehnte ein erfolgreicher Vertrieb komplett ausgekleideter Basaltrohrleitungen aufgebaut wird. Hauptabsatzgebiete: hydraulische Fördersysteme für Entaschungsleitungen in Kohlekraftwerken sowie für Aufbereitungsanlagen in Erz-, Edelmetall-Kupfer-Gold-Minen. Auch Australien erweist sich als interessanter Markt.

Das Unternehmen orientiert sich immer stärker global. Der Umsatz, der im Ausland erwirtschaftet wird, wächst weiter und gewinnt zunehmend an Relevanz für die Th. Scholten & Co. KG.

In den nächsten Jahren steigt die Anzahl der belieferten Länder deutlich an. Auch auf dem nordamerikanischen Kontinent wird in den 1970er-Jahren der Grundstein für erfolgreiche Geschäfte gelegt, zunächst in Kanada – mit Basalt Linings Ltd. Canada., dann auch in den USA – mit Basalt Linings Co. USA und mit Allen-Sherman-Hoff.
Es beginnt ein langjähriger Vertrieb kompletter Rohrleitungssysteme, sowohl für hydraulische als auch pneumatische Anwendungsbereiche, insbesondere an die Kohlekraftwerksindustrie. Über Allen-Sherman-Hoff wird auch der Markt Taiwan beliefert. Hier ist zum Beispiel die Lieferung von circa 22 Kilometern Kohle-Entaschungsleitungen an Taiwan Power, Taichung Power Station, zu nennen. Auch andere asiatische Märkte wie Indonesien, Südkorea und Malaysia werden in den 90er-Jahren erschlossen.
Als weiterer Auslandsmarkt folgt im Jahr 2000 Indien mit einem neuen Partner für die Verarbeitung und den Einbau von Basaltzylindern. Dieser betreibt auch den gesamten Vertrieb der Endprodukte auf dem indischen Markt.

Aufstockung des Verwaltungsgebäudes in Wülfrath

2012: Der wirtschaftliche Aufschwung, die positive Auftragssituation und die damit verbundene Erhöhung des Stammpersonals führen dazu, dass die Räumlichkeiten an der Robert-Bosch-Straße an ihre Grenzen stoßen. Man entschied sich zur Aufstockung des Gebäudes um eine Etage. Die komplette Gebäudegrundfläche wurde verdoppelt und moderne, zeitgemäße Arbeitsplätze wurden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. Im Juli 2012 konnten die Erweiterungsbauten beendet und die neuen Räume bezogen werden.

Tod des Firmengründers

2012: Theodor Scholten verstirbt im August 2012 im gesegneten Alter von 94 Jahren. Seine Schaffenskraft und unternehmerischer Weitblick sind bis heute unvergessen.

Generationswechsel an der Firmenspitze

Seit 2015 ist die Firma unter neuer Führung: Mit Herrn Lutz Scholten leitet nun die dritte Generation die Geschicke der Firma.

Ausblick

2019: Derzeit sind circa 40 Mitarbeiter für die Th. Scholten GmbH & Co. KG tätig. Besonderer Stolz gilt der Tatsache, dass zahlreiche langjährige Kollegen dem Unternehmen bis zum Eintritt in ihren wohlverdienten Ruhestand treu bleiben. Darüber hinaus arbeitet ein Netz aus inländischen und ausländischen Vertretern daran, eine stete Kundennähe zu sichern.

Die Zukunft der Th. Scholten GmbH & Co. KG ist auch heute noch eng mit der Familie des Firmengründers verknüpft. Ziel ist es, angesichts einer von permanenten Herausforderungen und Neuerungen geprägten Welt, Tradition und Innovation ihren jeweils notwendigen Raum zu geben; das heißt, die unerlässliche handwerkliche Seite zu wahren und gleichzeitig die Weiterentwicklung neuer, zeitgemäßer Materialien und Geschäftsfelder voranzutreiben.

Als Familienunternehmen mit regionalen Wurzeln und internationalen Zielen, einer erweiterten Produktpalette und einem Team aus langjährigen und neu hinzu gewonnenen Mitarbeitern blicken wir voller Motivation und Schaffenskraft in die Zukunft.

Wir freuen uns auf neue Herausforderungen und die Etablierung unserer innovativen Angebotspalette auf dem nationalen und internationalen Markt.

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